Der WSV von damals bis heute

Gründungsurkunde Es war am 10.September 1949, an einem Sonnabend. Im VEB Schwermaschinenbau versammelten sich sportbegeisterte Frauen und Männer vieler Altersgruppen. Sie beschlossen in dem Werk, das bald den Beinamen "7. Oktober" tragen würden, die Gründung einer Betriebssportgemeinschaft(BSG). In der BSG "Aktiv", der Ersten des Berliner Stadtbezirkes Weißensee, organisierten sich die Belegschaftsmitglieder des "Trägerbetriebes", der damals noch "NILES-Werke" hieß, und anderer Betriebe wie "Degufa" und "Glöckner". Zunächst wurden die Sektionen Fußball, Handball, Tischtennis, Schach, Kegel, Schwimmen und Leichtathletik gebildet, die anfangs zaghaft, dann aber immer stärker im Berliner Sportleben auf sich aufmerksam machten. Später kamen Tennis, Volleyball, Gymnastik, Gewichtheben und die Laufgruppe dazu.
1952 gab sich die Sportgemeinschaft den Namen BSG "Motor" Weißensee. Seit dieser Zeit sind Frauen und Männer, Jugendliche und Kinder im rot weißen Sportdress aus der Berliner Sportgeschehen nicht mehr wegzudenken. Dazu zählen auch die "Kampf- und Schiedsrichter, Übungsleiter und Funktionäre, die Wochenende für Wochenende unterwegs sind, und ihre Sportbekleidung ist immer blendend Weiß, ihr Eifer immer groß. Sie hantieren mit Bandmaß und Stoppuhr wissen Tabellen zu lesen und kennen die Wettkampfbestimmungen wie Juristen die Gesetzbücher. Und wenn die Woche beginnt, sind sie wieder auf ihrem Platz an der Drehmaschine, am Schreibtisch, hinter dem Steuer eines Lastwagens oder in einem Lagerraum."
Zunehmende Bedeutung gewann die Entwicklung des Kinder- und Judendsportes. Die Begeisterung der Jugend für den Sport und ihre Förderung durch den Übungs- und Trainingsbetrieb führte zu baldigen Erfolgen auf Bezirks- und Landesebene.
Urkunde Eine jahrelange, kontinuierliche und ergebnisreiche Sportarbeit fand in vielen Auszeichnungen ihre verdiente Würdigung. Ein besonderer Höhepunkt war die Auszeichnung der BSG "Motor" Weißensee mit dem Titel "Vorbildliche Sportgemeinschaft des DTSB der DDR" im Jahre 1987.
Bis 1990 wurde die Sportgemeinschaft vor allem vom Trägerbetrieb dem VEB WMK "7. Oktober" unterstützt. Nach der Wiedervereinigung Deutschland galten neue Normen und Organisationsformen. Aus der Betriebssportgemeinschaft "Motor" Weißensee wurde der Weißenseer Sportverein "Rot-Weiss" e.V., der nun auf eigenen Beinen stehen und die finanziellen und materiellen Probleme selbständig lösen musste. Einige Abteilung schlossen sich anderen Sportvereinen an (z.B. Fußball), bildeten eigene Vereine (z.B. Tennis) oder lösten sich auf (z.B. Gewichtheben, Laufgruppe und Handball).
Es gab Erfolge und Misserfolge, Freude und Enttäuschung. Es gab Höhen und Tiefen, Optimismus und Verzagen, aber immer wieder siegte der Wille durchzuhalten, voranzukommen, Schwieriges zu überwinden.
Heute besteht der WSV "Rot Weiss" e.V. aus 6 Abteilungen

  • Leichtathletik
  • Schwimmen
  • Volleyball
  • Tischtennis
  • Kegeln
  • Gymnastik

Dank der Begeisterung und Einsatzfreude der Übungsleiter, Schieds- und Kampfrichter und natürlich aller Sportsfreunde, überwand der neu gegründete WSV "Rot Weiß" e.V. die Anfangshürden nach der Wende und kann heute wieder auf ....... Mitglieder stolz sein. Großen Anteil am Fortbestand und der Umprofilierung des Vereins hatte unser langjähriger Vorsitzender, Präsident und Ehrenpräsident Dr. Eberhard Kaschel. Seiner Einsatzbereitschaft und Initiative ist es zu verdanken, daß wir uns relativ schnell auf die neuen Bedingungen einstellen und den Sportbetrieb nahtlos weiterführen konnten. Nicht zu vergessen sind unsere Sponsoren, die uns jederzeit mit materieller und finanzieller Unterstützung zur Seite standen und stehen.

Die Vorsitzenden der BSG "Motor" Weißensee/
WSV "Rot-Weiss" e.V. seit der Gründung im Jahre 1949

1949 - 1951   Sportfreund Rudolph Gundermann
1951 - 1953   Sportfreund Dieter Kanther
1953 - 1955   Sportfreund Franz Langer
1955 - 1957   Sportfreund Heinz Brose
1957 - 1960   Sportfreund Heinz Scheffler
1960 - 1963   Sportfreund Hans Schiewak
1963 - 1964   Sportfreund Heinz Scheffler
1964 - 1997   Sportfreund Dr. Eberhard Kaschel
seit 1997  Sportfreund Jürgen Friede

Ehrentafel der BSG "Motor" Weißensee

(bis zur Umbenennung 1989)

Name Sektion Ehrennadel der BSG in Gold Ehrennadel des DTSB in Gold andere hohe Sportauszeichnungen
Apenburg, Peter Fußball 1986    
Arnholdt, Ingrid Leichtathletik 1979    
Berndt, Klaus Fußball 1986    
Bernt, Dieter Kegeln 1974    
Beyschwang, Manfred Fußball 1970    
Brose, Heinz Fußball 1973    
Bruse, Ralf Tennis 1985    
Dost, Gabi Leichtathletik 1984    
Duske, Martha Fußball 1973   Ehrennadel des Fachverbandes in Gold 1988
Engel, Manfred Fußball 1974    
Enke, Hans-Jörg Tennis 1985    
Friede, Jürgen Leichtathletik 1974   Ehrennadel des Fachverbandes in Gold 1970
Fließ, Fritz Tischtennis 1979    
Geue, Klaus Leichtathletik 1969    
Giebe, Klaus Fußball 1988    
Grille, Arndt ehemaliger Vorsitzender des DTSB-Kreisvorstandes Bln.-Weißensee 1967   Friedrich-Ludwig-Jahn-Medaille
Götz, Werner Leichtathletik 1980    
Herrmann, Rudi Fußball 1973    
Hoffmann, Hans Fußball 1988    
Jaenichen, Dieter Fußball 1986    
Dr. Kaschel, Eberhard Tischtennis 1970 1970 Friedrich-Ludwig-Jahn-Medaille 1985 / Ehrenzeichen für Körperkultur und Sport der DDR 1988
Koss, Ortwin Fußball 1978    
Kornau, Klaus Fußball 1974    
Krause, Wolfgang Fußball 1973    
Kreyer, Gunter Leichtathletik 1982    
Konrad, Fritz Schwimmen 1956    
Kunigk, Leo Leichtathletik 1966    
Knacke, Wolfgang Fußball 1980    
Knoblauch, Dieter Fußball 1980    
Lengert, Hans-Joachim Fußball 1986    
Luttert, Jutta Leichtathletik 1980    
Mertens, Arno Fußball 1971 1986  
Meyer, Manfred Fußball 1968    
Müller, Horst Fußball 1983    
Naumann, Ingeborg Leichtathletik 1979    
Nitzschke, Bruno Kegeln 1977    
Pagel, Werner Fußball 1970 1973 Ehrennadel des Fachverbandes in Gold 1978
Perlitius, Michael Fußball 1986    
Pokrandt, Hartmut Leichtathletik 1963    
Preuß, Erwin Fußball 1968    
Pryzia, Erich Kegeln 1970    
Rappus, Gerhard Leichtathletik 1972    
Richter, Werner Fußball 1985    
Rudolph, Werner Fußball 1973    
Rautenberg, Werner Tennis 1982    
Salewski, Max Leichtathletik 1972   Friedrich-Ludwig-Jahn-Medaille / Verdienter Meister des Sports
Scheffler, Heinz Kegeln 1970 1961  
Scheffler, Inge Kegeln 1979    
Schindler, Barbara Leichtathletik 1982    
Schiller, Michael Fußball 1979    
Schneider, Fritz Leichtathletik 1966    
Scholz, Bernd Fußball 1988    
Schubert, Manfred Schwimmen 1986    
Schuster, Hennig Schwimmen 1982    
Sprenger, Horst Fußball 1974    
Strauß, Bärbel Leichtathletik 1980    
Streich, Regine Leichtathletik 1987    
Taubenthal, Rudi Kegeln 1970    
Taterzynski, Jürgen Tennis 1979    
Thiele, Günter Fußball 1980    
Wachowiak, Werner Fußball 1974 1984 Ehrennadel des Fachverbandes in Gold 1979
Wappelt, Werner Fußball 1980    
Wedell, Gerhard Fußball 1968 1970 Ehrennadel des Fachverbandes in Gold 1975
Wegner, Bodo Tennis 1985    
Welsandt, Günter Kegeln 1977    
Werner, Bernhard Leichtathletik 1980    
Werner, Klaus Leichtathletik 1959    
Winkler, Otto Leichtathletik 1969   Ehrennadel des Fachverbandes in Gold 1973
Wolter, Elisabeth Kegeln 1987    
Wolter, Reiner Fußball 1986    
Zimmermann, Bodo Fußball 1979    

Leichtathletik - mit großer Berliner Tradition

Die Abteilung Leichtathletik zählt nicht nur zu den ältesten, sondern auch zu den aktivsten Sektionen in Berlin. Ziel bei der Gründung durch die Sportfreunde Otto Winkler, Max Salewski, Kurt Klopffleisch, Fritz Naumann, Hans Dützmann, Rudolf Baranowski, Klaus Geue und Leo Kunigk war es, die Leichtathletiksektion so zu entwickeln, dass sie in allen Altersgruppen an den Start gehen kann. Bereits in den Jahren der Gründung wartete der Sportfreund Kurt Klopffleisch mit Leistungen auf, die in der DDR Gewicht hatten. Im Weitsprung erreichte er 7, 25 m und im 100-m-Lauf die damals gute Zeit von 10,9 sek.
Unvergeßlich bleiben uns die Leistungen, die in die Chronik als Bestleistungen eingegangen sind:

Klaus Werner 100 m 10,7 sek. 1959
  200 m 22,0 sek. 1958
  400 m 49,8 sek. 1959
  Weitsprung 7,39 m 1959
Detlef Hoffmann 200 m     22,0 sek. 1959
  400 m     49,6 sek. 1959
Katharina Synnatzschke 800 m 2:24,6 min. 1966
Helmut Henzgen 800 m 1:54,2 min. 1958
  1500 m 3:56,4 min. 1958
Werner Götz Speerwurf 65,59 m 1968
Gabi Wichmann Kugel 14,14 m 1981
  Diskus 41,86 m 1981

DDR-Meister und DDR-Vizemeister wurden:

Foto Hartmut Pokrandt
DDR-Meister männl. Jugend A 200 m Hürden Hartmut Pokrandt
DDR-Juniorenmeister 110 m Hürden Hartmut Pokrandt
DDR-Vizemeister Männer Weitsprung Klaus Werner
DDR-Meister (4x) Marathonlauf Inge Naumann (1979/83)
DDR-Meister 1500 m AK II Gunter Kreyer (1982)
DDR-Meister 60 m u. Weit AK IV Jutta Luttert (1983)
DDR-Meister 60 m u. Weit AK III Barbara Heinze (1983)
DDR-Meister Kugelstoßen AK III Barbara Schindler (1983)

Die Sportfreundin Inge Naumann hielt von 1972 bis 1980 den DDR-Rekord im Marathonlauf.

In den fünfziger Jahren erreichten die Männer neunmal die Endrunde der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft mit wechselndem Erfolg. Es wurde zweimal der zweite, fünfmal der dritte und zweimal der vierte Platz belegt. Die weibliche und männliche Jugend stand den Männern nicht nach und konnte ähnliche Erfolge aufweisen. Von den vielen eifrigen Punktesammlern und denen, die die Sportgeschichte der Sektion mit bestimmten, seien stellvertretend die Sportfreunde Uschka Gericke, Renate Schultze, Waltraud Brösicke, Wolfgang Behrend, Rainer Saß, Wolfgang Lehmann, Benno Werner, Dieter Fischer, Assi Bernt und 0tto Neubauer genannt.
Ab dem Jahr 1979 waren die Männer und Frauen Mannschaft in der 1. DDR Liga. Zweimal wurde die Sektion vom DVfL der DDR mit der höchsten Auszeichnung geehrt, 1979 und 1983 als "Vorbildliche Sektion".
Insbesondere die Leistungen der Sektion Leichtathletik in den 70iger und 80iger Jahren wurden durch das Kollektiv unter Leitung der Sportfreunde Klaus Geue, Leo Kunigk, Otto Winkler, Jürgen Friede und Gunter Kreyer bestimmt. Ihre vorbildliche Trainer- und Übungsleitertätigkeit kam in ausgezeichneten Plätzen bei den Kinder- und Jugendspartakiaden zum Ausdruck. Erinnert sei dabei an Bernd Schenk (100 m Endlauf der B-Jugend bei den DDR-LA-Meisterschaften) und Jörg Rothe (100 m Endlauf der DDR Kinder- und Jugendspartakiade). Eine Reihe von Kindern bereitete die Sektion Leichtath1etik für die Aufnahme in die Kinder- und Jugendsportschule vor und delegierte, wie z. B. Ingo Höhne , zum Sportclub "Dynamo".
Verdienste hat die Sektion Leichtathetik auch durch die 0rganisation DDR-offener Leichtathletik-Veranstaltungen, wie z. B. den 25 km Straßenlauf "Quer durch Weißensee". 1981 wurde der 100. DDR-offene Crosslauf durchgeführt.
An diese erfolgreiche Entwicklung wurde nach der Wende angeschlossen. Durch die Arbeit der Sportfreunde Jürgen Friede, Uwe Beutel, Detlev von Drojetzky, Sven Friede, Harald Pohl, Jutta Luttert und vielen anderen Helfern und Sponsoren gelang es, weitere spannende Kapitel in der Geschichte der Abteilung Leichtathletik in den 90iger Jahren zu schreiben. Es wurde eine starke Nachwuchsabteilung aufgebaut, die wieder an den Endausscheiden der DLV-Mannschaftsrunden teilnimmt. Dabei ist insbesondere unseren Trainern Jutta Luttert, Harald Pohl, Jürgen Friede und Sven Buchsteiner zu danken.
Ein Aushängeschild der Abteilung Leichtathletik sind Ihre Senioren. So wurde Dr. Klaus Peter Neuendorf Weltmeister 1999 bei den Weltmeisterschaften der Senioren in Gateshead (England) im Zehnkampf. Weitere Medaillengewinner bei Senioren-Weltmeisterschaften in den letzten Jahren waren Dr. Elke Neuendorf (Staffeln), Dr. Klaus-Peter Neuendorf (Stabhochsprung, Staffeln) und Rainer Rasper (Zehnkampf). Auch bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren war der WSV gut vertreten. Den Meistertitel errangen Uwe Beutel (110m Hürden) und Ronald Wiese im 5-Kampf. Weitere Podiumsplätze erkämpften sich die Sportfreunde Uwe Beutel, Dr. Klaus Peter Neuendorf und Rainer Rasper. Zahlreiche Berliner Meister und Platzierungen bei den Berliner Seniorenmeisterschaften wurden durch weitere Sportfreunde wie Lutz Naschke, Dr.Andreas Heinitz, Detlev von Drojetzky und Mathias Perkuhn erreicht.
In Fortsetzung der Tradition hat die Abteilung Leichtathletik in den letzten Jahren viele Wettkämpfe organisiert. Diese Wettkämfe im Stadion Buschallee oder im Sportforum Hohenschönhausen waren und werden ein Zentrum der sportlichen Betätigung im Bezirk Weißensee und Berlin sein. Ein Meilenstein war die zweimalige Durchführung des internationalen Läuferzehnkampfes. Der Straßenlauf "Quer durch Weißensee" wurde im März 2000 zum 30. Mal durchgeführt. Die Idee der Crosslaufserie aus der Gründungszeit wurde wieder neu aufgelegt. Ebenfalls neu und erfolgreich mit über eintausend Einzelstarts war im Jahr 1999 das Hallenkindersportfest im Sportforum. Als Saisonausklang wurde eine Idee von unserem tschechischen Partnerverein realisiert: Der Bierpaarlauf. Er wurde 1998 erstmals durchgeführt All diese Veranstaltungen konnten nur mit Unterstützung vieler Helfer, Eltern und Sponsoren durchgeführt werden.

Foto 4x400m Staffel Foto Quer durch Weißensee

Schwimmen - besonders gesundheitsfördernd

Die Abteilung Schwimmen wurde 1952 vom Sportfreund Fitz Konrad gegründet. Um ihn und die Sportfreunde Horst Groh, Henning Schuster, Detlef Davids, Joachim Aust, Jens-Uwe Franz und andere fanden sich schwimmbegeisterte Berliner, Jungen und Mädchen, im ehemaligen Dynamo-Sportforum zusammen, um in dieser Sportart zu trainieren.

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Während vor 1989 das Training vor allem auf die Wettkämpfe und Betriebsmeisterschaften ausgerichtet war und in den Anfangsjahren auch eine Wasserballmannschaft auf sich aufmerksam machte konzentrieren sich die Sportfreunde heute besonders auf den Freizeit- und Erholungssport. Diese Art Sport zu treiben wird von vielen Sportfreunden in allen Altersklassen sehr gern und in letzter Zeit mit steigender Tendenz angenommen. Auch Kinder trainieren bei unserer Abteilung unter der Anleitung von Jens-Uwe Franz und Henning Schuster. Die regelmäßig Teilnahme von z.Zt. meist 15 Kindern zeigt uns, dass es ihnen offenbar viel Spaß macht. Leider ist damit auch die obere Grenze dieser Kindergruppe erreicht, denn unsere Wasserfläche erlaubt keine Vergrößerung.
Die Abteilung wird seit vielen Jahren von Joachim Aust geleitet, Detlef Davids ist für die Finanzen verantwortlich, J.-U. Franz kümmert sich um die Kinderarbeit, H. Schuster ist Präsidiumsmitglied und stellv. Abteilungsleiter.

Mit der Abteilung Volleyball - "Ran ans Netz"

FotoAus der Sektion Allgemeiner Sport kristallisierte sich 1969 die Abteilung Volleyball heraus. Obwohl seit 1973 auch im Wettkampfbetrieb auf Kreis- und Bezirksebene, stand von Beginn an der Gedanke des Freizeitsports im Mittelpunkt. Mit Siegen und guten Platzierungen bei Kreismeisterschaften und bezirksoffenen Turnieren profilierte sich die Abteilung Volleyball und veranstaltete selber zahlreiche Turniere.
Seit ihrer Gründung nimmt die Abt. Volleyball jährlich an dem beliebten Berliner Turnier "Ran ans Netz" teil, und konnte bereits 4x (1997-1999 3x in Folge) den inoffiziellen Titel des Berliner Meister im Freizeitvolleyball erringen. Jahreshöhepunkt der Volleyballer ist aber das 1971 erstmals veranstaltete Internationale Frühjahrsturnier für Freizeitvolleyballmannschaften. Waren es zunächst die Sportler von Modrany Prag die dem Turnier das internationale Gepräge gaben, so kamen in den Folgejahren mit ZTS Marten (Slowakische Republik), Huta Stalowa Wola (Polen), ZVS Warschau (Polen) und nach der Wende 1989 mit Mannschaften aus der Schweiz und einer Iranischen Studentenauswahl weitere internationale Gäste hinzu. Nicht zu vergessen die traditionell vertretenen Mannschaften aus dem eigenen Land, wie Motor Klingenthal, SV Annaberg Buchholz, Lok Bergen, VBC München Neubiberg, SV Güstrow und zahlreiche Berliner Teams. Rekordsieger sind dabei die Frauen und Männer des ZTS Marten. Bei den zukünftigen Internationalen Frühjahrsturnieren, kann man heute schon von einem Fest internationaler Sportfreundschaft sprechen. Sportler wie Lubos Shanelec, Josef Linda aus Prag, Igor Hasta, Milos aus Martin, Manfred Klunker, Jürgen Schill, Horst Dammer und Hans-Joachim Hermann vom WSV "Rot Weiss" e. V. sind von Anfang an dabei und haben Turniergeschichte geschrieben. Zu den von der Abteilung Volleyball veranstalteten Turnieren gehören auch ein Mixturnier im Februar und ein Oldie Turnier im Herbst, die sich zunehmender Beliebtheit bei den Berliner Volleyballern und Mannschaften aus anderen Bundesländern erfreuen.

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Kegeln - bis in's hohe Alter

Seit der Gründung im Jahr 19949 als Sportgemeinschaft "Aktiv-Weißensee" gibt es auch eine Sektion Kegeln. In ihr waren nur Männer aktiv. Es war nach dem Krieg schwer, eine "Heimbahn" für die Kegler zu finden. Nach vielen Jahren, auf verschiedenen Kegelbahnen, fanden die Kegler im Jahr 1963 ihre Heimat in der Sportstätte am Weißen See. Seit 1962 gibt es, trotz Widerstand einiger Männer, auch eine Frauenmannschaft. Später als "Motor Weißensee" stellten wir ab 1964 bei den damals stattfindenden Kreis- und Bahnmeisterschaften viele Einzel- und Mannschaftsmeister bei den Frauen und Männern.
In den 80er Jahren gelang es uns auch 2 Kindermannschaften für den Wettkampfbetrieb zu interessieren. Leider ist es uns nicht gelungen, die inzwischen Jugendlichen zu halten.
Wir haben seit Jahren eine relativ stabile Mitgliederzahl von 32- 37 Sportlern. Aus den Eintrittsdaten der Mitgliedsbüchern ist zu ersehen, daß wir eine durchschnittliche Vereinszugehörigkeit von 22 Jahren haben. Besser kann man es nicht dokumentieren, daß unsere Kegler/-innen eine verschworene Gemeinschaft sind.

Unsere alte Erfolgsbilanz:

  • Die 1.Frauenmannschaft, nach einem Abfall in der Wettkampfserie 1979- 1981, stieg nach einem Wiederaufbau (1981/82) in der Wettkampfserie 1983/84 von der 3.Stadtklasse zur 2. Stadtklasse auf, mit dem Ziel Platz 1- 3 zu erreichen.
  • Die 1. Und 2. Männermannschaft ist leistungsstark und belegt seit Jahren vordere Plätze in der Stadtliga und Stadtklasse.
  • Die 3. Männermannschaft kämpfte in der 1. Stadtklasse um die Plätze 1- 3.
  • Die Sektion Kegeln konnte in den jährlichen Kreismeisterschaften gute Plazierungen erreichen.

Frauen:

1964, 1965, 1967-1972, 1995, 1996 Kreismannschaftsmeister
1965-1967, 1971, 1972 Kreiseinzelmeister (Sportfreundinnen Ahlschläger, Seifert, Kasüke)
1983 3.Platz Sportfreundin Inge Scheffler (Frauen B)
1988 2.Platz Sportfreundin Margot Ahlschläger

Männer:

1979,1980,1985 Kreismannschaftsmeister
Kreiseinzelmeister (Männer)
1973 Herbert Groh
1980 Dietrich Bernt
1981 Dietrich Bernt
1984 Dietrich Bernt
1985 Waldemar Kunitz
Kreiseinzelmeister (Senioren)
1981 Gerhardt Rent
1982 Gerhardt Rent
1983 Rudi Taubenthal
1884 Rudi Taubenthal
1985 Ralf Minzapost
1986 Rudolf Siegel
1987 Rudi Taubenthal
1988 Rudi Taubenthal

Aus dem DKB der DDR gründete sich nach der Wende der BSKV, dem alle Kegler aus dem ehemaligen Ost-Berlin angehören. Jetzt konnten auch mehr Sportler unseres Vereins an den "Berliner Einzelmeisterschaften" teilnehmen, da nicht mehr bezirksweise die Teilnehmerzahl begrenzt wurde.
Im Jahre 1992 wurde Rudi Taubenthal BSKV-Meister bei den Senioren B. Er errang auch mit der BSKV-Auswahl Senioren B bei verschiedenen Berliner Meisterschaften Gold, Silber und Bronze. Der absolute Höhepunkt war der 1.Platz bei den Deutschen Meisterschaften 1994 in Lübeck. Dort errang auch Dietrich Bernt mit der Mannschaft Senioren A den 2.Platz. Bei den Herren spielte der Sportfreund Detlef Piekorz mehrmals in Auswahlmannschaften des BSKV bei den Berliner Meisterschaften.
Zur Zeit spielen die Kegler mit einer Frauenmannschaft und drei Männermannschaften in den verschiedensten Klassen des BSKV. Die 1.Mannschaft spielt 200 Wurf in der II.BSKV-Liga.
Leider kommen viele unserer Keglerinnen und Kegler in die Jahre, darum brauchen wir dringend Nachwuchs. Gern gesehen sind auch Paare, die gemeinsam den schönen und auch spannenden Kegelsport ausüben wollen.

Unser Vereinssponsor der Minute